Dobler Moos & Dobler Lacke

2010: Prämiert mit dem österreichischen Netzwerk Land Kulturlandschaftspreis

2014: Europaweit prämiert als „Best practice Beispiel“ in der „Kategorie Klimaschutz“ vom Europäischen Netzwerk für ländliche Entwicklung (ENRD).

Der Moorkomplex mit  ca. 12 ha wurde von der Gemeinde Kulm am Zirbitz unter Johann Obermayer angekauft und so vor einer großflächigen Zerstörung durch einen geplanten Torfabbau gerettet. Nach der Gemeindefusionierung ist das Moor nun im Eigentum der Gemeinde Neumarkt in der Steiermark. Bewirtschaftet wird der Komplex von der ARGE natur & land in Kooperation mit der Steirischen Landesvogelschutzwarte.

Der Kulturlandschaftsabschnitt zählt zu den wichtigen Vogelrastplätzen im Bereich der Neumarkter Passlandschaft. Seit 2008 konnten für diesen Feuchtgebietskomplex bereits 97 Vogelarten nachgewiesen werden. 

Rund 7 Hektar werden extensiv, an die Erfordernisse von zahlreichen Vogelarten angepasst, landwirtschaftlich genutzt. Es handelt sich dabei überwiegend um Pfeifengraswiesen, Kleinseggenrieder, Hochstaudenfluren, Nasswiesen und schlammige Fluren.  

Die Waldbereiche sind durch Birkenwälder auf Torfböden mit einzelnen Fichten und einen Rotkiefern-Moorwald charakterisiert. Die verbliebenen kleineren Fichtenabschnitte werden sukzessive in Rotkiefernbestände überführt. An den angestauten Gräben stocken vorwiegend Aschweidengebüsche.

In den Schlammfluren und auf offenen Torfböden kommt der Zweizahn (Bidens cernua) oder das Sumpf-Ruhrkraut. Auf den Renaturierungsflächen beginnen sich inzwischen Wollgräser, Alpen-Haarsimse und die Sibirische Schwertlilie auszubreiten.