Hannah Tautscher
Tour, Pilgerweg Mittel

Etappe 05 Hemma Pilgerweg Route Admont

Wir verlassen Murau und wandern in Richtung Laßnitzbach. Dann heißt es zunächst hinauf bis zum Taler Eck auf 1.642 Meter und dann - bergab - nach St. Lambrecht im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen.



Die Hl. Hemma ist uns mittlerweile gut vertraut. Wir wissen: Sie wurde um 980 als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren. Ihre Wohltätigkeit und ihr Stiftertum machten sie unter der Bevölkerung bekannt. Unter anderem gilt sie als Begründerin der Benediktinerklöster Gurk und Admont. Ausgehend vom Schillerplatz in Murau, gehen wir heute am Bahnhof und am Logistikzentrum der Brauerei vorbei in Richtung Laßnitzbach. Hier führt unser Weg hinauf bis zum Taler Eck (1.642 m) und danach bergab über das Gehöft Feichtner nach St. Lambrecht im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Der Ort St. Lambrecht dürfte schon von den Kelten, später von den Römern und eine Zeit lang auch von slawischen Völkern besiedelt gewesen sein, bis diese, in der Zeit Karls des Großen, weitgehend durch deutschstämmige Einwanderer verdrängt wurden. 1458 wurde St. Lambrecht von Kaiser Friedrich zum Markt erhoben.

Die Gründung des Stiftes St. Lambrecht durch das Geschlecht erfolgte vor dem Jahr 1076. Eine Urkunde von 1103 besiegelt die umfangreiche Stiftung. Der Baubestand geht sicherlich auf das 11. Jhdt. zurück. Wegen oftmaliger Feindeinfälle wurde das Kloster im 15. Jhdt. als Festung ausgebaut. Das Stiftsgebäude ist ein Meisterwerk des italienischen Baumeisters Domenico Sciassia und wurde ab 1640 im Renaissancestil erbaut. Im Inneren des Gebäudes ist das Stiftsmuseum mit seinen kunsthistorischen und volkskundlichen Exposita sowie der Vogelsammlung des Pater Blasius Hanf untergebracht. Die Stiftskirche ist die Hauptkirche des Benediktinerklosters St. Lambrecht. Ursprünglich diente der Karner im Friedhof als Pfarrkirche, später die Peterskirche, die sich gegenüber, auf der Bastei des Stiftshofes befindet.

In ihrer heutigen Form hat die Stiftskirche drei Vorgängerbauten. Bereits im 11. Jhdt. gab es die "Kirche des Hl. Lambert im Walde", später wurde die Kirche durch einen romanischen Bau ersetzt, der 1160 geweiht wurde. Nach einem Brand 1262 ging man daran, auf den noch vorhandenen Steinmauern ein neues Gotteshaus zu errichten. Die Weihe der nunmehr gotischen Hallenkirche erfolgte 1421. Die Ausstattung zeigt einen guten Überblick über die Kunst des 17. Jhdts.: So wurde der Hochaltar 1627 - 1632 von Valentin Khautt und der Benedikt-Altar 1638 von Christoph Paumgartner aus Neumarkt geschaffen, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Viele bedeutende kulturelle Entwicklungen in der Steiermark gingen von St. Lambrecht aus. So wurde Mitte des 12. Jhdts. eines der bedeutendsten Marienheiligtümer Österreichs, nämlich Mariazell, von hier aus gegründet, ebenso wie die Kapelle St. Hemma bei Edelschrott in der Südweststeiermark.

Tour Eigenschaften

Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft

Beste Jahreszeiten

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Tour Details

elevation profile
16,1km Strecke
5:30h Dauer
820m Aufstieg
597m Abstieg
798m Tiefster Punkt
1616m Höchster Punkt

Ihre Anreise

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