Hörfeldmoor

Das Naturjuwel Hörfeld-Moor

Das Hörfeld-Moor ist ein Naturjuwel an der Steirisch-Kärntnerischen Grenze (südlich von Mühlen). Das Moor bietet auf 140 ha eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt: 500 Schmetterlings-, 125 Vogelarten und über 50 seltene Pflanzen wurden dort gefunden. Ein Wanderweg führt rund um das Moor und gibt den Besuchern einen Einblick in diesen faszinierenden Lebensraum.

Jede Jahreszeit hat seinen eigenen Reiz im Hörfeld-Moor. Im Frühjahr findet man eine Pracht blühender Blumen. Im Sommer stehen die Feuchtwiesen in voller Blüte und bietet einen Artenreichtum, den man nicht sehr oft findet. Im Herbst verändert sich das Moor in eine mystisch-schöne Atmosphäre. Und im Winter lässt die Kälte das Wasser zu bizarren Formen erstarren.

Informationen zum Hörfeldmoor

Daten & Fakten

Vor rund 10.000 Jahren entstand zwischen Hüttenberg und Mühlen nach dem Abschmelzen eines Seitenarmes des Murtalgletschers ein ca. 140 Hektar großes Flachmoor, das Hörfeld-Moor. Es liegt in einer Talwanne zwischen den Gurktaler und Seetaler Alpen in einer Seehöhe von 930 Metern. In Kärnten nimmt das Naturschutz- und Ramsargebiet eine Fläche von 85,88 Daten & Faktenha ein, in der Steiermark 47,49 ha. Der steirische Anteil des Naturschutzgebietes beträgt 21,33 ha, der des Ramsargebietes ohne Naturschutzgebiet 26,17 ha.

Die Ramsar-Konvention

1971 wurde zum Schutz von Feuchtgebieten das internationale „Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel von internationaler Bedeutung“ in der kleinen iranischen Stadt Ramsar am Kaspischen Meer vereinbart.
1996: wurde das Hörfeld-Moor als Ramsar-Gebiet anerkannt und ist gleichzeitig das erste Beispiel eines bundesländerübergreifenden Gebietes.
1997: Die Nominierung des Hörfeldes als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ermöglichte die Sicherung eines von der Europäischen Gemeinschaft mitfinanzierten LIFE-Projekts, das der weiteren naturräumlichen Aufwertung des Gebietes und letztlich der Aufnahme des Hörfeld Moores in das Netz der europäischen Naturschutzgebiete (NATURA 2000) dient.

Weitere Informationen:
Welt-Feuchtgebietstag
Ramsargebiet

Naturschutzverein Hörfeld-Moor

Prof. Erich Hable hatte schon 1970 einen Antrag zur Unterschutzstellung des Hörfeldes gestellt, weil er erkannte, dass es sich beim Hörfeld-Moor um ein echtes Naturjuwel handelt. Nachdem dieses anerkannt wurde, wurde ein wichtiger Schritt getan, um dieses hochwertige Naturgebiet der Nachwelt unzerstört zu erhalten.

Es war dann aber eine Institution erforderlich, die die notwendigen Erhaltungsarbeiten, Pflege und Verwaltung übernahmen. Am 15. Dezember 1994 wurde daher von engagierten Menschen aus Hüttenberg und Mühlen der „Naturschutzverein Hörfeld-Moor“ gegründet.

Wer war Prof. Erich Hable?

Durch intensives Selbststudium und zahlreiche naturkundliche Forschungsreisen in alle Erdteile vertieften sich Hables Kenntnisse in der Botanik und auch in der Zoologie, vor allem aber in der Ornithologie. 1970 stellte er als erster den Antrag zur Unterschutzstellung des Hörfeld-Moores. Prof. Hable hat die Schönheit und die Besonderheit des Hörfeld-Moores immer vor Auge und die Vogelwelt und Pflanzenwelt erforscht.

Erholungsraum Hörfeld-Moor

Das Hörfeld-Moor bietet einen Rundwanderweg, mitten durch einen sehr sensiblen Lebensraum. So können die Wanderer gemütlich auf dem Emmi Antes Steg einen Einblick in diesen Erholungsraum bekommen, ohne diese wertvolle Natur zu zerstören.

Bei einer Wanderung durch das Hörfeld-Moor kann man das lautlose Flattern von an die 500 Schmetterlingsarten erleben. Aber auch die Pflanzenwelt ist sehr beeindruckend, so enthält das Moor etwa 50 gefährdete Gefäßpflanzenarten. Vielleicht hat man auch die Chance das Singen von einem der 125 nachgewiesenen Vogelarten zu hören. Wie es so mit der Tier- und Pflanzenwelt ist, man kann etwas sehen/hören oder aber auch nicht! Also nicht traurig sein, sondern einfach diesen schönen Erholungsraum und diese Ruhe einfach genießen!

Ein paar seltene Tiere und Pflanzen im Hörfeld Moor

Rundblatt Sonnentau, Drosera rotundifolia

Die an sich recht unscheinbare Pflanze fällt eigentlich nur durch glitzernde Tropfen eines klebrigen Sekretes auf, die an den Stieldrüsen ihrer Blätter sitzen.

Diese Einrichtung dient zum Fangen von Insekten, die verdaut werden und somit den Nährstoffbedarf der Pflanze ergänzen. Im Hörfeld Moor findet der Rundblatt-Sonnentau nur wenig geeignete Standorte vor: eine kleinflächige Hochmoorähnliche Stelle sowie einige zerstreut liegende Flachmoor-Bulte.

Gelbbauchunke, Bombina variegata

Unterseits leuchtend gelb und schwarz gefärbt, nur wenige Zentimeter groß, zierlich, herzförmige Pupille

Lebensraum: kleine, vegetationsarme und frei von konkurrierenden Arten und Fressfeinden Tümpel und auch wassergefüllte Traktorspuren. 

Eisvogel

Eisvogel, Alcedo atthis

Gedrungener Körper, Oberseitig eisblau, Unterseitig rostrot, großer
Schnabel, rascher schwirrender Flug, bevorzugt Sitzwarten.

Lebensraum: klare Gewässer. Seltener Besucher des Hörfeld Moor vom Frühjahr bis
zum Zufrieren der Gewässer.

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Braunkehlchen, Saxicola rubetra

Oberseite bräunlich mit weißem Schulterfleck, typischem Überaugenstreif,
Bauchseite rostfarben. Wippt mit dem Schweif, zuckt mit den Flügeln.

Lebensraum: Feuchtwiesen mit einzelnen Hochstauden als Sitzwarten. Das Hörfeld stellt für diese Art einen optimalen Biotop dar.

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Infofolder Hörfeldmoor
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