01.07.2020 Julia Puganigg

Wo ist der Eingang zum Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen?

Diese Frage wird sehr oft gestellt, da viele einfach mit dem Begriff „Naturpark“ nichts anfangen können! Ist ein Naturpark eine eingezäunte Fläche, wo man Tiere beobachten kann und Eintritt bezahlt? Oder was versteht man wirklich unter Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen?


Der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen erstreckt sich über eine Fläche von 285 km². Das sind die Gemeinden Sankt Lambrecht, Neumarkt in der Steiermark und Mühlen. Mit dieser Erklärung kann man eigentlich wieder nichts anfangen. Deshalb ein vereinfachtes Beispiel: Sobald man von Richtung Kärnten in die Steiermark fährt und die Ortstafel Dürnstein in der Steiermark bzw. die Naturpark Tore passiert, befindet man sich im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen!

Was bedeutet aber jetzt genau Naturpark?

Ein Naturpark arbeitet in den Bereichen Naturschutz, Bildung, Erholung und Regionalentwicklung. In Österreich gibt es derzeit insgesamt 46 Naturparke, davon befinden sich 7 in der Steiermark. Das Ziel von jedem Naturpark ist es, dass man die ökologisch intakten Kulturlandschaften erhaltet bzw. sie entwickelt. Das heißt, dass ein Naturpark versucht durch verschiedenste Projekte, wie zum Beispiel Schutz und Erhalt der Biodiversität, diese Ziele zu erreichen. Genauere Informationen zu den aktuellen Projekten im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen findet man hier!

Urlaub und Naturschutz lässt sich das verbinden?

Ein deutliches JA! Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass wir Menschen immer mehr auf die Umwelt und Natur achten! Aus diesem Grund wurde auch versucht, die verschiedensten Schutzgebiete, wie zum Beispiel das Natura 2000 Gebiet Hörfeld Moor und Furtner Teich so zu öffnen, damit die Besucher einen Einblick bekommen, warum gewisse Flächen geschützt gehören. Wie wurde das genau gemacht? Durch Informationstafeln, eigene Stege, genaue Besucherlenkung, etc. Zu einem Urlaub im Naturpark gehören auch Unterkünfte dazu, die die Philosophie des Naturparks weitertragen. Die zertifizierten Naturparkpartner bieten Natururlaub für jedes Alter an und sind Naturparkkenner!

Unbekannte Highlights im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Was kann man alles im Naturpark erleben? Die Graggerschlucht, den Furtner Teich, den Zirbitzkogel und die Grebenzen, sind Ausflugsziele, die schon viele kennen! Aber man darf auf die etwas „Unbekannteren Highlights“ nicht vergessen, die auch einen Besuch wert sind:

  1. Gletschermühlen: Dank der Eiszeit kann man diese eigentümliche Erscheinung im Friedhof von St. Marein bei Neumarkt bewundern. Eigentlich meint man, dass es nicht sein kann, dass hier keine Menschen am Werk waren, aber diese Gletschermühlen sind nur durch Naturgewalt entstanden.
  2. Hopfgartenteich: Ganz versteckt, befindet sich dieser idyllische Teich in der Nähe der Therme Wildbad Einöd. Bei der Wanderung über die Via Natura von Dürnstein nach Neumarkt, kommt man auch dort direkt vorbei. Es ist nicht nur eine Unterkunft für Vögel und Wasserbewohner, sondern auch ein besonderer Ort, um Ruhe zu finden und die Natur hautnah zu spüren.
  3. Wegrandapotheke: Was ist denn das schon wieder genau? Es ist eigentlich ganz einfach! Es gibt so viele Kräuter und Heilpflanzen, die am Wegrand wachsen – man muss sie nur kennen! Aus diesem Grund lohnt sich diese Wanderung am Perchauer Sattel, um sein Wissen über die Verwendung dieser Kräuter und Heilpflanzen zu vergrößern. Es ist zum Beispiel gut zu wissen, dass Spitzwegerich Blätter bei einer Verletzung helfen können, wenn man weder Pflaster noch Desinfektionsmittel mithat!

Solche und viele weitere Wunder der Natur, kann man bei einem Aufenthalt im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen erfahren!

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