Wissen

Naturschutz im Naturpark – Gemeinsam wertvolle Lebensräume erhalten


Naturschutzgebiete sind die wertvollsten Bereiche unseres Naturparks. Sie bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Rückzugsort und tragen wesentlich zur Erhaltung der Artenvielfalt und ökologischen Stabilität bei. Damit diese sensiblen Lebensräume langfristig bestehen bleiben, braucht es besondere Achtsamkeit – und Menschen, die wissen, wie wichtig respektvolles Verhalten in der Natur ist.

Im Naturpark legen wir großen Wert darauf, dich für die Bedeutung unserer Schutzgebiete zu sensibilisieren.

Unsere speziell ausgebildeten Naturparkführer:innen vermitteln dir auf verständliche Weise, warum bestimmte Bereiche besonders geschützt sind, welche Arten dort leben und wie wir alle dazu beitragen können, diese wertvolle Natur zu bewahren.

Wenn du selbst aktiv werden und Naturschutz hautnah erleben möchtest, laden wir dich herzlich ein, an unseren Aktionstagen zur Pflege und Erhaltung wertvoller Lebensräume teilzunehmen.

Ob Entbuschungsarbeiten, Pflege von Feuchtwiesen oder die Erhaltung traditioneller Kulturlandschaften – jede helfende Hand unterstützt den langfristigen Schutz der Natur.

Europa-Schutzgebiete im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Furtner Teich_(c) Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Furtner Teich – Dürnberger Moor

Größe: 1073
Mittlere Seehöhe: 870 m
Besonderheiten: seit ca. 1840 über 235 Vogelarten, davon über 100 Brutarten nachgewiesen.

Vogelschutzgebiet enthält Fauna-Flora-Habitat Gebiete

Der Futnter Teich entstand durch eine eiszeitliche Gletscherwanne und ist von internationaler Bedeutung. Es wurden seit ca. 1840 über 235 Vogelarten, davon über 100 Brutarten nachgewiesen. Ebenso weit das Gebiet viele wertvolle Habitattypen auf. Der naturbelassene und zum Teil touristisch genutzte Teich weisst ausgeprägte Verlandungszonen mit einer reichen Strukturierung auf. Das Gewässer verfügt über eine Schwimmblatt- und submerser Laichkrautzone, Stillwasserröhricht, Großseggenried, Schlammfluren und Torfen. Das Dürnberger Moor ist ein ca. 12.000 Jahre altes und 9 Meter mächtiges glaziales Latschen-Hochmoor von mit Zwischen- und Flachmooranteilen, Bulten, Schlenken, Kolken und Randsumpf mit einigen pflanzlichen Glazialrelikten.

Hörfeld Moor von oben_(c)TV Murau, Tom Lamm

Hörfeld Moor

Größe: ca. 175 ha
Mittlere Seehöhe: 930 m 
Besonderheiten: Fieberklee, Teich-Schachtelhalm, Sumpf-Blutauge, über 500 Schmetterlings- & Falterarten sowie etwa 125 Vogelarten

Vogelschutz-Gebiet, Fauna-Flora-Habitat-Gebiet

Seine Entstehung verdankt das Hörfeld-Moor der letzten (Würm) Eiszeit und erstreckt sich heute auf ca. 175 ha, wovon 102 ha in Kärnten und 73 ha in der Steiermark liegen.
Eine Besonderheit im Hörfeld sind sehr große Flächen von Schwingrasen, gebildet von Fieberklee (Menyanthes trifoliata). Die umgrenzenden Feuchtwiesen sehr artenreich. Dort findet man Orchideen – u. a. Weißer Sumpfstendel (Epipactis palustris) und Breitblatt-Knabenkraut (Dactylorhiza majalis). An besonders feuchten Stellen blüht die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) und die Wasserschwertlilie (Iris pseudacorus).
Das gesamte Gebiet ist von besonderer ornithologischer Bedeutung, denn hier sind 116 Vogelarten nachgewiesen, darunter zahlreiche, nach den Roten Listen als gefährdet ausgewiesene Arten, wie die Wasserralle (Rallus aquaticus), der Schwarzstorch (Ciconia ciconia), die Maskenstelze (Motacilla flava feldeggverschiedene Rohrsängerarten und Schwirle.

133_Zirbitzkogel Gipfelkreuz_(c)_René Hochegger__FB5_5654FB5_6033 2025

Zirbitzkogel

Größe: 2310 ha
Mittlere Seehöhe: 2010
Besonderheiten: Schierlingssilge, Dreispaltiges Labkraut und Steirische Goldschrecke

Vogelschutzgebiet

Die Seetaler Alpen erheben sich mit breiten Rücken, Kuppen und Hochflächen als Mittelgebirge; nur die höchsten Gipfel sind von Karen zu geschärft.

Das Gebiet um den Zirbitzkogel mit seinen charakteristisch langgestreckten, offenen Rücken und den zum Großteil flach abfallenden Hängen, wird bestimmt von Pflanzendecke von alpinen Rasen, vorwiegend Krummseggenrasen (Curvuleten). An trockeneren, windexponierten Flächen gibt es Spalierheiden mit der Gemsheide (Loiseleuria procumbens) und ihrer typischen Flechtenbegleitvegetation. In den unteren Bereichen wachsen subalpinen Fichtenwäldern, die den Höhenstufen folgend in aufgelockerte Fichten-Lärchenbestände mit verschiedenen Zwergsträuchern im Unterwuchs übergehen. Die Ostabhänge sind teilweise steiler abfallend mit typischen Geröllfluren.

Seltene Fauna:
Schierlingssilge (Conioselinum tataricum) – große Seltenheit!
Dreispaltiges Labkraut (Galium trifidum) – einziger Standort Österreichs

Die Unterschutzstellung des Gebietes geht auf das Vorkommen des Mornellregenpfeifers zurück (HABLE 1989 – drei Brutpaare). Diese Anzahl bedeutet einen Rückgang dieses seltenen Vogels. Neben dem Mornellregenpfeifer kommen noch Schneehühner und Steinadler vor.

Weitere Besonderheit:
Lepidoptera (Schmetterlinge):
Endemit Elophos zirbitzensis, Kennvorkommen des Endemiten Erebia claudina

Dürnberger Moor_(c) Archiv Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Dürnberger Moor

Größe: ca. 16 ha
Mittlere Seehöhe: 870 m 
Besonderheiten: Torfmoose, Scheidige Wollgras, Rosmarin Heide, Moosbeere, Birkhuhn (Randbereich des Moores)

Dürnberger Moor (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet) im (Vogelschutzgebiet) Furtner Teich

Das Dürnberger Moor ist ein ca. 12.000 Jahre altes und 9 Meter mächtiges glaziales Latschen-Hochmoor von mit Zwischen- und Flachmooranteilen, Bulten, Schlenken, Kolken und Randsumpf mit einigen pflanzlichen Glazialrelikten. Etwa 16 ha Größe misst das Moor und ist vorwiegend mit Torfmoosen der Arten Sphagnum magellanicum und Sphagnum rubellum bewachsen. Die hochmoortypischen Pflanzenarten sind hier das Scheidige Wollgras als Leitpflanze des Moores, die Rosmarin-Heide, die Moosbeere oder an trockeneren Stellen die Besenheide zu nennen. Latschen bilden am Rande hohe Bestände aus. Erwähnenswert ist auch das Vorkommen des Birkhuhns, das im Randbereich brütet.

Furtner Teich - Dürnberger Moor_IMG_4263

Furtner Teich

Größe: 32 ha
Mittlere Seehöhe: 870 m
Besonderheiten: über 235 Vogelarten, davon mehr als 100 Brutarten, dokumentiert

Der Furtner Teich entstand durch eine eiszeitliche Gletscherwanne und ist von internationaler Bedeutung. Es wurden seit ca. 1840 über 235 Vogelarten, davon über 100 Brutarten nachgewiesen. Ebenso weist das Gebiet viele wertvolle Habitattypen auf.

Der naturbelassene und zum Teil touristisch genutzte Teich weisst ausgeprägte Verlandungszonen mit einer reichen Strukturierung auf. Das Gewässer verfügt über eine Schwimmblatt- und submerser Laichkrautzone, Stillwasserröhricht, Großseggenried, Schlammfluren und Torfen.

Lebensraum Naturpark

Der Naturpark steht für eine beeindruckende Vielfalt an natürlichen Lebensräumen. Von artenreichen Almen über traditionelle Streuobstwiesen bis hin zu schützenswerten Moorlandschaften bietet der Naturpark wertvolle Rückzugsorte für seltene Pflanzen und Tiere. Die Almflächen prägen seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft und sind Lebensraum für zahlreiche alpine Arten. Streuobstwiesen verbinden Naturschutz mit regionaler Tradition und leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Moore zählen zu den bedeutendsten Ökosystemen Europas – sie speichern CO₂, regulieren den Wasserhaushalt und beherbergen hoch spezialisierte Arten. Der Naturpark setzt sich aktiv für den Erhalt dieser sensiblen Lebensräume ein und lädt Besucher dazu ein, Natur bewusst zu erleben, zu entdecken und zu schützen.

Streuobstwiese_Pichlschloss_(c)Naturpark

Streuobstwiese

Auf Streuobstwiesen findet sich meist eine bunte Mischung verschiedener Obstsorten und Altersklassen. Streuobstwiesen bieten einer Vielzahl an Tieren wie Vögeln, Schmetterlingen und kleinen Säugern einen Lebensraum.

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Alm

Die Almen im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen sind artenreiche Lebensräume, die durch traditionelle Bewirtschaftung entstanden sind. Sie bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen wichtigen Rückzugsraum, fördern die Biodiversität und prägen die alpine Kulturlandschaft. Nachhaltige Almwirtschaft verbindet hier Naturschutz, Landwirtschaft und sanften Tourismus.

Hörfeld Moor von oben_(c)TV Murau, Tom Lamm (3) 2025

Hörfeldmoor

Das Naturjuwel Hörfeld-Moor
Das Hörfeld-Moor ist ein Naturjuwel an der Steirisch-Kärntnerischen Grenze (südlich von Mühlen). Das Moor bietet auf 140 ha eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt: 500 Schmetterlings-, 125 Vogelarten und über 50 seltene Pflanzen wurden dort gefunden. Ein Wanderweg führt rund um das Moor und gibt den Besuchern einen Einblick in diesen faszinierenden Lebensraum.

Downloads

Ein Ratgeber für die Anlage von Hecken und Gebüschen
Endbericht Waldmedizin
Managementplan Zirbitzkogel Grebenzen
Naturpark-Lupe Sommer 2026 (Bildung)
Naturpark-Lupe (Magazin) Sommer 2025
Naturpark-Lupe (Magazin) Winter 2025/2026
Die Tier – und Pflanzenwelt der Seetaler Alpen Thorsten Jakobtisch, Christina Ferner
Unsere Alm, unsere Natur
Biologische Vielfalt und historische Entwicklung der Almen im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen Endbericht Fachbereich Zoologie
Habitat- und Landschaftsmonitoring
Unsere Alm, unsere Natur Wissen: Biologische Vielfalt und historische Entwicklung der Almen im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen Fachbereich Botanik & Biotoppflege
Infofolder Hörfeldmoor
Rezeptesammlung: „Alte Sorten essen – Artenvielfalt bewahren“
Die Bienenfauna von Streuobstflächen im Naturpark Zirbitzkogel Grebenzen
Anlage von Streuobstwiesen
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